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Waisenhäuser
Krik? Krak! Haiti hat führt seine Unterstützung an ausgesuchte haitianische Waisenhäuser fort.
Weiterhin steht der Verein den Waisenhäusern zur Beratung zur Seite und
hilft ihnen bei ihren Bemühungen, sich zu strukturieren und zu
professionalisieren. Dies war in den 12 Monaten nach dem Erdbeben
ausgesprochen schwierig und hat auch jetzt geringe Beachtung, da die
Leiter täglich mit der Herausforderung kämpfen, die Grundbedürfnisse
der Kinder zu decken.
Krik? Krak! Haiti konnte hier seinen Beitrag in Form von
Nahrungsmittellieferungen, Lieferung von Reinigungsprodukten, Übernahme
medizinischer Grundversorgung und Bereitstellung von Lehrpersonal
leisten.
Diese Unterstützung wird auch in Zukunft übernommen werden, obwohl
Krik? Krak! im Laufe des Jahres 2011 seine Bedingungen dafür
verschärfen wird. Diese Bedingungen sind zum Beispiel das Einfordern
einer Grundhygiene (Reinigungsmittel werden bereitgestellt),
Überwachung der medizinischen Versorgung (ärztliche Untersuchungen
werden ebenso wie Medikamente kostenlos zur Verfügung gestellt) etc.
Leider werden diese Grundregeln nicht immer befolgt, zum Schaden der
Kinder. Treffen wir langfristig auf keine Verbesserung, ist es klare
Strategie, sich von dem entsprechenden Waisenhaus zurückzuziehen, und
sich anderen zuzuwenden. Dies ist eine harte Entscheidung, denn jedes
Kind, egal wo es lebt, benötigt Hilfe. Die Gesamtsituation kann sich
allerdings nur dann bessern, wenn gemeinsam an einer Verbesserung des
Rahmens gearbeitet wird und eine Wille manifestiert wird, chaotische
Strukturen zu ordnen.
Unterstützung von FONDAPS [1]
Über die Integration in Fußballmannschaften holt die Organisation Jungs
von der Straße und lässt sie Teamgeist und sportliche Disziplin
erfahren. Non-formale Ausbildung und Erziehung sind dabei das Endziel.
Das Konzept FONDAPS beruht auch darauf, den Kindern Essenspakete mit
nach Hause zu geben, um die Eltern zu motivieren, ihre Söhne regelmäßig
zum Training kommen zu lassen. Die Lebensmittel stammen von
haitianischen Unternehmen, die die Initiative mit Naturalien
unterstützen. Die Trikots stammen auch von haitianischen Spendern; die
Fußballschuhe, der ganze Stolz der Jungs, sind mehrheitlich Spenden aus
dem Ausland.
Krik ? Krak ! hat seine Verbindung zu FONDAPS gestärkt; eine noch
engere Kooperation ist geplant. FONDAPS erhält vor allem administrative
und rechtliche Beratung. Krik ? Krak ! bezahlt auch zwei Sportlehrer
des Programms..
Das Krik? Krak! Tageszentrum
Ein Traum wurde wahr! Dank der tatkräftigen Mithilfe der Hände vieler
Freiwilliger, großzügiger Spenden und dem unermüdlichen Einsatz des
Krik? Krak! Haiti Teams hat am 12. Juni unser eigenes Tageszentrum
seinen Betrieb aufgenommen.
Ein Geschäftsmann, durch seine persönlichen Erlebnisse am 12. Januar
2010 beeinflusst, erklärte sich bereit, uns ein großes
Einfamilienhaus (rd. 200qm auf 2 Etagen) mit großzügigem Hof (rd.
400qm) (Grundstück gesamt rd. 700qm), zu günstigem Preis zu vermieten.
(Statt es an eine der Internationalen Organisationen oder NRO’s zu
horrendem Mietpreis zu vermieten.) Das Haus liegt am Eingang von
Petion-Ville, gut erreichbar an einer der Haupteinfallstraßen. Ist aber
gleichzeitig etwas zurückgenommen, um nicht zu sehr aufzufallen und
Neider anzuziehen.
Seit September, zu Schulbeginn, hat das Zentrum seinen Arbeits-
Rhythmus aufgenommen: 30 Kinder besuchen das Zentrum während des
Vormittags, um auf die Regelschule vorbereitet zu werden. Der
Schulbesuch wäre nicht möglich, da sie im entsprechenden Alter nicht
eingeschult wurden und somit dem Unterricht nicht folgen könnten.
Darüber hinaus wurde 20 Kindern der Schulbesuch ermöglicht. Nach der Schule kommen sie zum Mittagessen.
Darüber hinaus gibt es täglich 60 weitere Mittagessen-Plätze. Diese 60
Plätze werden von insgesamt 120 Straßenkindern genutzt, die in
unregelmäßiger Folge mehrmals in der Woche „vorbei schauen“.
Wichtiger Bestandteil der Besuche im Zentrum sind Körperpflege und
medizinische Vorsorge sowie Behandlung wenn nötig. (Eine
Krankenschwester ist Teil der festen Belegschaft. Ärzte haben feste
Tage, an denen sie zur Untersuchung kommen.)
Der Tagesablauf sowie die Unterrichtstunden zielen darauf ab, den
Kindern ein festes, berechenbares und gleichzeitig sicheres Umfeld zu
geben. Dazu müssen sie durch ihr Verhalten ihren Beitrag leisten, um
weiterhin zugelassen zu werden.
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